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30.10.2018, 08:55 Uhr
Sybille Benning: Der aktuelle OECD-Bericht macht klar: wir brauchen eine Stärkung der frühkindlichen Bildung und der außerschulischen Lernorte.
Sybille Benning, CDU-Bundestagsabgeordnete für Münster, zum aktuellen OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ (Originaltitel: Education at a Glance“): „Mir ist besonders wichtig, dass Kindertagesstätten für ihre wichtige Aufgabe viel besser ausgestattet werden – sowohl finanziell als auch personell. Denn bereits vor einigen Jahren ist die frühkindliche Bildung stärker in den Fokus gerückt, was wichtig und notwendig war. Im Kindergarten werden bereits wichtige Grundsteine für den späteren Bildungserfolg gelegt. Darüber hinaus bietet er Chancen, den Einfluss des familiären Hintergrunds zu minimieren.“ Weiter fordert Benning: „Darüber hinaus ist eine noch bessere soziale Durchmischung von Schulen erforderlich, damit alle Schüler von gleichwertigen Chancen und Lernumgebungen profitieren können. Außerdem müssen außerschulischer Lernorte, die beruflichen Bildung und die Rolle von Frauen in der Wissenschaft allgemein und in MINT-Fächern gestärkt werden.
Das ist für mich die Konsequenz aus dem OECD Bericht, denn auch wenn es viele positive Entwicklungen gibt, müssen einige Maßnahmen der Länder und des Bundes noch aktiver und nachhaltiger umgesetzt werden.“ 
„In vielen Bereichen hat sich die Bildungslandschaft und –beteiligung in Deutschland im Vergleich zu den Vorjahren, aber auch im Vergleich zu anderen OECD-Ländern, positiv entwickelt. Auch wenn der Bildungs- und damit der berufliche Erfolg von jungen Menschen in Deutschland immer noch stark vom sozialen und ökonomischen Hintergrund der Eltern abhängen, schneiden Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen in der Schule heute besser ab als früher. Die Situation in Deutschland hat sich hier stärker verbessert als in den anderen OECD-Ländern,“ so Benning.
„Der Bericht zeigt, dass auch das allgemeine Bildungsniveau in Deutschland weiter steigt: Fast 25 Prozent der Schüler erreichen heute einen höherwertigen Bildungsabschluss als ihre Eltern. Ebenso erfreulich und wichtig sind die Erkenntnisse zur Bildungs- und beruflichen Teilhabe von jungen Zuwanderern,“ meint die CDU-Abgeordnete. Personen, die bis zu ihrem 15. Lebensjahr nach Deutschland gekommen sind und einen mittleren oder höheren Bildungsabschluss haben, sind im selben Maße  - und damit ebenfalls sehr gut - in den deutschen Arbeitsmarkt integriert wie in Deutschland Geborene. Im mittleren Qualifikationsbereich liegt die Beschäftigungsquote bei 82 Prozent, im höheren Qualifikationsbereich (Hochschulabschluss) bei 90 Prozent.
 
„Als Berichterstatterin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für das Thema MINT erfreuen mich darüber hinaus die positiven Entwicklungen in diesem Bereich,“ so die Münsteraner Abgeordnete. Benning verweist auf die Leistungssteigerungen von Schülern in Mathematik und den Naturwissenschaften und auf die Beliebtheit von MINT-Fächern unter Studierenden. Während der OECD-Durchschnitt für tertiäre Bildungsabschlüsse in MINT-Fächern bei 26 Prozent liegt, hat 2016 in Deutschland etwas mehr als jeder dritte Hochschulabsolvent ein Studium in einem mathematischen, (informations-)technischen oder naturwissenschaftlichen Studiengang abgeschlossen. Dazu Benning: „Dies ist die höchste Rate unter den OECD-Ländern und eine wichtige Entwicklung, vor allem mit Blick auf den Fachkräftemangel in Deutschland.“
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